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Der Weg zu unseren Almen: Der Goetheweg

DIE ALMEN

Willkommen auf einer Wanderung in das Trattenbachtal vom Gasthof Rechtegg mit seiner phantastischen Aussicht auf die Hohen Tauern zur Trattenbachalm! Das Besondere an diesem Weg ist, dass er Sie nicht nur durch eine großartige Landschaft mit seiner reichhaltigen Natur führt, sondern dass Sie diese an sieben Stationen auch mit den "Augen und Gedanken" Goethes erleben können.

Goetheweg - Von der Kraft der Metamorphose in der Natur

Ausgangspunkt: Gasthof Rechtegg (ca. 1250 m)
Zielpunkte: Filzenschartenmoos (ca. 1650 m) und Trattenbachalm (ca. 1732 m)
Höhenunterschied: ca. 500 m
Gehzeit: 2 bis 2,5 Stunden, leichte Wanderung

Distanzen:
Ghf. Rechtegg bis zur Kreuzung der Wege zur Filzenscharte bzw. zur Trattenbachalm - ca. 5,5 km
Kreuzungspunkt bis Filzenscharte (Richtung Norden) - ca. 1,5 km
Kreuzungspunkt bis Trattenbach-Grundalm (Richtung Westen) ca. 1,25 km

Die sieben Tafeln entlang des Goetheweges zeigen in ihren einfachen, künstlerischen Formen die Entwicklung einer Pflanze vom Samenkorn (Keimblatt) über die Entwicklung der Laubblätter, die Entfaltung von Kelch (Kelchblatt) und Blüte (Blütenblatt), den Vorgang der Befruchtung (Staub- und Fruchtblatt) und die nachfolgende Fruchtentwicklung, bis sich mit dem reifenden Samen (Samenblatt) der Kreislauf wieder schließt. Die Pflanzenorgane erschienen Goethe als besondere Ausgestaltungen eines "Urblattes", an denen die Ausdehnungs- und Zusammenziehungskraft der Metamorphose sichtbar wird. "Die Pflanze ist vorwärts und rückwärts nur Blatt" - das ganze Pflanzenwesen ist in jedem Organ der Möglichkeit nach enthalten. Auch die Goethes "Farbenlehre" -übrigends seinem größten Werk- folgenden "Regenbogenfarben" der Tafeln, entsprechen diesem harmonischen Übergang.

Die Kontinuität auf dieser Wanderung ergibt sich zusätzlich durch die Elegie "Die Metamorphose der Pflanze", die Goethe an Christiane Vulpius, seine spätere Gattin, richtete.

Dich verwirret, Geliebte, die tausendfältige Mischung
Dieses Blumengewühls über dem Garten umher;
Viele Namen hörest du an, und immer verdränget
Mit barbarischem Klang einer den andern im Ohr.
Alle Gestalten sind ähnlich, und keine gleichet der anderen;
Und so deutet das Chor auf ein geheimes Gesetz,
Auf ein heiliges Rätsel. O, könnt' ich dir, liebliche Freundin,
Überliefern sogleich glücklich das lösende Wort!
Werdend betrachte sie nun, wie nach und nach sich die Pflanze
Stufenweise geführt, bildet zu Blüten und Frucht.
Aus J.W. von Goethe: "Die Metamorphose der Pflanze"

Lassen Sie sich ein auf eine Auseinandersetzung mit der Gedankenwelt des Universalgenies Goethe! Nehmen Sie sich die Muße und trotzen Sie der Hektik unserer Zeit, indem Sie es Goethe "im Sinnen und Minnen, im Umgang mit der Natur" gleich tun! Lassen Sie Verstand und Herz erreichen von der vielfältigen Natur mit ihren heilbringenden und gesundenden Lebenskräften und von der beeindruckenden Landschaft!
Entdecken Sie auf diesem Weg den Gestaltwandel, der mit dem Zeitwandel untrennbar verbunden ist, und genießen Sie die hier erlebbare Harmonie von Mensch und Natur in deren ewigem Kreislauf!

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